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Gefährdung des Straßenverkehrs, §315c StGB


In §315c StGB ist ein Katalog von Handlungen aufgeführt, die, wenn sie zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs führen, unter Strafe gestellt werden.

Wer nach Nr.1 der Vorschrift ein Fahrzeug im Zustand der Fahruntüchtigkeit führt (nach Alkoholgenuss oder infolge geistiger beziehungsweise körperlicher Mängel) oder nach Nr.2 grob verkehrswidrig und rücksichtslos eine der „Todsünden“ im Straßenverkehr begeht, also


und damit (Fahruntüchtigkeit oder Todsünde) Leib oder Leben eines anderen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird bestraft.

Grobe Verkehrswidrigkeit liegt vor, wenn ein besonders schwerer Verstoß gegen eine Verkehrsvorschrift vorliegt.

Rücksichtslos handelt, wer sich aus eigensüchtigen Gründen über seine Pflichten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern hinwegsetzt.

Es muss sich allerdings um eine wirklich sehr üble Handlung im Straßenverkehr handeln, da im Strafrahmen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorgesehen ist.