Patientenübergabe


Die häufige Praxis, den Notfallpatienten an das Pflegepersonal in der Notfallaufnahme zu übergeben, kann den Anforderungen an den erfolgreichen Abschluss des Transports nicht genügen. Ziel des Transportes ist, den Patienten einer krankenhausärztlichen Behandlung zuzuführen.

Hierfür ist der Patient zunächst in einen transportfähigen Zustand versetzt worden. Transportfähigkeit hat jedoch nicht das Ergebnis, dass er wie im Wartezimmer seines Hausarztes auf den Beginn der ärztlichen Behandlung warten kann.

Das Rettungsdienstpersonal ist gehalten, die Zeit des Wartens als Bestandteil des Transports zu betrachten, bis die Übergabe an den Krankenhausarzt erfolgen kann. So lange verbleibt die Verantwortung für den Patienten bei den Mitarbeitern des Rettungsdienstes. Diese geht erst mit der Übergabe des Patienten vom Notarzt auf den Krankenhausaufnahmearzt über.

Zu Schäden, die dem Patienten oder Dritten wegen überlanger Wartezeit in der Notaufnahme entstehen, siehe "Pflichten zur Organisation in der Notaufnahme".