Startseite > Nach dem Einsatz > Arbeitsrechtliche Besonderheiten > Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Gleiches Geld für gleiche Arbeit


Viele Rettungsdienstmitarbeiter haben ihre Qualifikation während des Zivildienstes erlangt und arbeiten im Anschluss daran trotz anderweitiger beruflicher Orientierung weiterhin als Aushilfe in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis bei ihrer Dienststelle.

Für jene kann häufig §4 Abs.1 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) interessant sein.

Diese Vorschrift bestimmt, dass ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden darf als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen.

Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht. Soll heißen: wer die gleiche Arbeit macht, muss auch genauso bezahlt werden.

Vergleichbar im Sinne der Vorschrift sind Vollzeit- und Teilzeit-Rettungssanitäter oder Vollzeit- und Teilzeit-Rettungsassistent, nicht etwa ein Vollzeit-Rettungsassistent und ein Teilzeit-Rettungssanitäter oder umgekehrt (selbst wenn nach allgemeiner Lebenserfahrung die Arbeit für alle gleich anstrengend ist).

Auch hat das Bundesarbeitsgericht 1996 ausdrücklich entschieden, dass Teilzeitarbeit nicht deswegen schlechter als Vollzeitarbeit bezahlt werden darf, weil der Teilzeitarbeitnehmer einen Hauptberuf ausübt und dadurch bereits eine gesicherte Existenzgrundlage hat (BAG 5 AZR 960/94) .