Startseite > Nach dem Einsatz > Dokumentation > Dokumentation des Einsatzes

Dokumentation des Einsatzes



Sehr wichtig ist die umfassende Dokumentation des Einsatzes. Besondere Bedeutung hat sie vor allem für:


Für Ärzte ist die Dokumentation verpflichtend. Dies geht aus den Berufsordnungen der Ärztekammern hervor (z.B. §10 der Berufsordnung der Ärztekammer Nordrhein).

Diese Pflicht besteht auch für die Notfallrettung und den Krankentransport, was in vielen, leider jedoch nicht in allen Rettungsdienstgesetzen explizit geregelt ist.

Allerdings gilt es, dabei dringend den Datenschutz und die Schweigepflicht zu beachten (Näheres dazu später).

Zu beachten ist auch, dass die Erhebung von Patientendaten zur Todesfeststellung allein Sache der Polizei ist. Wenn keine Angehörigen zugegen sind, darf das Rettungspersonal nicht selbstständig nach Patientenunterlagen suchen, die eine Identitätsfeststellung ermöglichen.

Sehr ratsam ist es, alles Folgende zu dokumentieren (auf Vordrucken; was dort nicht enthalten ist, auf gesondertem Bogen oder im Feld „sonstige Bemerkungen“):

  1. Name
  2. Adresse 
  3. Geburtsdatum 
  4. Krankenkasse bzw. Kostenträger 
  5. ggf. Versichertennummer

  1. Einsatzdatum
  2. Einsatznummer (intern)
  3. Rettungsmittel (z.B. RTW, KTW, NAW)
  4. Fahrzeugkennzeichen
  5. Funkrufname
  6. Einsatzort
  7. Transportziel 
  8. Name des Fahrers 
  9. Name des Einsatzleiters 
  10. ggf. Name des Praktikanten
  11. Stadtgebiet verlassen?
  12. Rücktransport erforderlich? 
  13. gefahrene Kilometer
  14. Anzahl der beförderten Personen 
  15. Sondersignal zum Einsatzort/ bei der Patientenfahrt
  16. Einsatzzeiten (Stati)
  17. Einsatzart (Nottransport/ qualifizierter Krankentransport) 
  18. Bestätigung „Übernahme des persönlichen Eigentums des Patienten“
  19. Quittung des diensthabenden Arztes „Übergabe des Patienten“

  1. Bewusstseinslage (nach Glasgow Coma Scale)
  2. Pupillenfunktion
  3. Schmerzen
  4. Kreislauf
  5. EKG
  6. Atmung
  7. Messwerte 
  8. Erkrankung (z.B. Atmung, Kreislauf, Gynäkologie, Abdomen)
  9. Art einer Verletzung (z.B. Fraktur, Wunde, Verbrennung)
  10. Schwere einer Verletzung (z.B. offen/geschlossen, mittel/schwer/leicht, möglich auch mittels NACA-Score)
  11. Maßnahmen des Rettungspersonals (z.B. Wundversorgung, EKG-Monitoring, Sauerstoffgabe, Lagerung) 
  12. Ersthelfer-Maßnahmen vor Eintreffen (suffizient/insuffizient)
  13.  Patientenzustand-Verlaufsbeschreibung (Entwicklung)
  1. Patientenunterschrift unter Belehrung über etwaige Konsequenzen
  2.  Zeugenunterschrift (im besten Falle durch Polizeibeamten)

Zugegebenermaßen sind das sehr viele schriftlich festzuhaltende Einzelheiten.

Die meisten davon sind aber auf Vordrucken enthalten und mit einfachem Ankreuzen bereits dokumentiert. Macht man sich bei jedem einzelnen Punkt kurz bewusst, wozu er dient, denkt man gewiss an eine umfassende Dokumentation des Einsatzes.