Allgemeines


Die Leitstelle lenkt die Einsätze des Rettungsdienstes.

Sie muss ständig besetzt und erreichbar sein. Sie arbeitet mit den Krankenhäusern, der Polizei, den Feuerwehren und den Einrichtungen des ärztlichen Notfalldienstes zusammen.

Neben der Lenkung des eigenen Rettungsdienstes besteht die Aufgabe der Leitstelle auch darin, nachbarschaftliche Hilfe zu leisten (solange die Wahrnehmung der eigenen Aufgaben nicht wesentlich beeinträchtigt wird) und einen zentralen Krankenbettennachweis zu führen. (Vgl. §8 RettG NW).

Weitere Regelungen enthält in Nordrhein-Westfalen das Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG).

Die typische Form der Rettungsleitstelle ist mittlerweile die sogenannte „integrierte Leitstelle“. Dort werden Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz gemeinsam disponiert. Dies ist sehr sinnvoll, da so die Leitstellendisponenten in gemeinsamer Arbeit (etwa an einem Großschadensfall) flexibel und schnell tätig werden können.

Der Funkverkehr erfolgt über den BOS-Funk. Die Abkürzung BOS steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Zu diesen gehören in Deutschland alle Organisationen, die der inneren Gefahrenabwehr oder Nächstenhilfe im öffentlichen Auftrag dienen. Der BOS-Funk ist ein nichtöffentlicher mobiler UKW-Landfunkdienst.

Er ist durch die BOS-Funkrichtlinie reglementiert, die im Jahr 2000 durch das Bundesinnenministerium erlassen worden ist. Dort sind insbesondere die Funkrufnamen sowie bestimmte Frequenzzuweisungen geregelt.

Eine weitere Ausgestaltung ist vor allem in der bundeseinheitlichen Feuerwehr-Dienstvorschrift 810 (FwDV 810) enthalten. Darin ist insbesondere die für den störungsfreien Funkbetrieb unerlässliche Funkdisziplin (Abschnitt 7: Durchführung des Sprechfunkverkehrs) geregelt.

Der Funkverkehr wird vom Landesinnenministerium überwacht – in NRW Rufname „Gabriel Düsseldorf“.

Eine weitere Maßnahme zur Entwirrung und Vereinfachung des Sprechfunkverkehrs ist die Errichtung eines Funkmeldesystems.

Das Funkmeldesystem hat die Aufgabe, den Funkverkehr durch eine schnelle Übertragung von zehn festgelegten taktischen Zuständen 0 – 9 (= Statusmeldungen) von häufigen zeitraubenden Routinefunkmeldungen zur Leitstelle zu entlasten.

Diese sind:


Das unberechtigte Abhören des BOS-Funkverkehrs wird gemäß §148 Abs.1 Nr.1 in Verbindung mit §89 TKG (Telekommunikationsgesetz) mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Krankenkraftwagen, die in einem BOS-Funkkreis mithören wollen, sind verpflichtet, sich vorher im betreffenden Funkkreis bei der zuständigen Leitstelle anzumelden.