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Ausrückzeit/ Eintreffzeit


Ausrückzeit ist die Zeit, die ein Rettungsmittel von der Alarmierung bis zum Ausrücken zu einem Einsatz brauchen soll.

Diese liegt in der Regel bei 2 Minuten. Einsatzkräfte, die darüber hinaus liegen, werden durch die Leitstelle nachalarmiert.

Die Ausrückzeit ist Teil der Hilfsfristen. Diese werden unterteilt in Alarmierung, Ausrückzeit und Eintreffzeit und haben den Sinn, einen für die Region bestimmten Hilfsbedürftigkeitszeitrahmen nicht zu überschreiten. Diese Zeiten variieren unter den Bundesländern. Ziel ist es, einen Kompromiss zwischen dem medizinisch Notwendigen und dem wirtschaftlich Realisierbaren zu erreichen.

Mittels Statistiken, die unter anderem die Zahl der Rettungsmittel und deren Standort enthalten, soll ermittelt werden, inwiefern und wie häufig die Hilfsfristen überschritten werden, um daraus Feuerschutz- und Rettungsdienstbedarfspläne zu erstellen.

Bundesweit wird davon ausgegangen, dass die Zeit vom Eingang der Notfallmeldung in der Leitstelle bis zum Eintreffen des Einsatzfahrzeugs am Notfallort nicht mehr als zehn Minuten betragen soll. Sie darf nicht über fünfzehn Minuten liegen.

Erfüllt sind diese Voraussetzungen, wenn die Eintreffzeit von zehn Minuten in mindestens 80% und die Eintreffzeit von fünfzehn Minuten in mindestens 95% der in einem Jahr zu erwartenden Notfalleinsätze planerisch eingehalten werden kann. Viele Landesrettungsdienstgesetze enthalten derartige Regelungen.

In Nordrhein-Westfalen sind die Eintreffzeiten nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt.

Mit dem flächendeckenden Ausbau des Rettungsdienstes haben sich jedoch allgemeine rettungsdienstliche Standards ergeben: in 90% der Einsätze muss das ersteintreffende Fahrzeug innerorts in acht Minuten und im ländlichen Raum in zwölf Minuten eintreffen, um eine bedarfsgerechte Notfallrettung zu gewährleisten.