Tötungsdelikte, §§211ff. StGB


Vorsätzlich begangene Tötungsdelikte wie Mord oder Totschlag sollen an dieser Stelle nicht erläutert werden. Sie gehören –wie auch die meisten Vermögensdelikte- eher in Kriminalromane oder die dafür vorgesehene Fachliteratur als auf eine Website, die sich mit rechtlichen Aspekten des Rettungsdienstes auseinandersetzt.

Dennoch ist der Tod des Patienten durch Vornahme oder Unterlassen einer rettungsdienstlichen Handlung leider nicht ausgeschlossen.

In Betracht kommen hierbei die fahrlässige Tötung (§222 StGB) und die Körperverletzung mit Todesfolge (§227 Abs.1 StGB).

Der Unterschied dieser beiden Delikte besteht darin, dass bei der fahrlässigen Tötung von vornherein keine zum Tode des Patienten führende Handlung vorsätzlich begangen wurde.

Bei der Körperverletzung mit Todesfolge wurde die Körperverletzung vorsätzlich begangen, hinsichtlich der Todesfolge ist dem Täter mindestens Fahrlässigkeit vorzuwerfen.

Beispiele:


Der Strafrahmen für fahrlässige Tötung liegt bei Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Für Körperverletzung mit Todesfolge bei einer Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.