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Verkehrsunfall mit Eigenbeteiligung


Das Verhalten der Beteiligten nach einem Verkehrsunfall ist ausdrücklich in §34 StVO geregelt. Insoweit gilt auch für Krankenkraftwagen nichts anderes.

Bestehen für diesen jedoch Sonderrechte, ist er von allen Regeln der StVO und somit auch vom §34 StVO befreit.

Eine Strafbarkeit nach §142 StGB wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort dürfte infolge einer Rechtfertigung ebenfalls nicht vorliegen.

Dennoch ist regelmäßig ein Mindestmaß an Auseinandersetzung mit dem Unfallgeschehen geboten.

Grundsätzlich muss die Besatzung eines Krankenkraftwagens unverzüglich anhalten, wenn es zu einem Verkehrsunfall mit Eigenbeteiligung gekommen ist. Sie muss sich über die Unfallfolgen informieren, in jedem Fall die Polizei verständigen und gegebenenfalls auch Hilfe leisten.

Dies gilt unabhängig davon, ob der Unfall auf einer dringenden Einsatzfahrt geschehen ist oder nicht. Sollte es aber offensichtlich nur zu einem Bagatellschaden gekommen sein, ist nach einer sorgfältigen Abwägung die Einsatzfahrt fortzusetzen, wenn das Fahrzeug noch einsatzbereit ist und keine ernsthaft Verletzten am Unfallort zurückbleiben. Grundlage dieser Abwägung sind immer die Möglichkeit der Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs, die Dringlichkeit des Einsatzes und die Größe des Schadens. Hat die Besatzung sich für die Fortsetzung ihrer Einsatzfahrt entschieden, ist die Leitstelle über Funk zu verständigen, die sich um die Polizeialarmierung und die zunächst weitere Abwicklung kümmert.

Gleiches gilt für die Beobachtung eines fremden Verkehrsunfalls ohne Eigenbeteiligung.